Somewhere

© Universal Home Entertainment

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Somewhere

USA 2010

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 94 Min.

Studio: Focus Features

Vertrieb: Universal Home Entertainment

Filmzine-Review vom 05.04.2011

Johnny Marco (Stephen Dorff) ist erfolgreicher Hollywood-Schauspieler, doch sein Alltag in LA sieht alles andere als glamourös aus. Er langweilt sich von morgens bis abends, die Promotions und Pressetermine für seinen Film sind Pflichtübungen, die er lustlos hinter sich bringt, selbst Drogen oder die Privatvorstellungen zweier Stripperinnen scheinen ihn nicht wirklich zu unterhalten. Als seine Ex-Frau die 11-jährige Tochter Cleo (Elle Fanning) bei ihm ablädt, weil sie eine Auszeit braucht, muss sich Johnny bemühen, seinen Alltag etwas geregelter zu gestalten…

Sofia Coppolas Somewhere musste sehr gemischte Kritiken einstecken. Kein Wunder, denn einen Film über Langeweile zu drehen, ist in jedem Fall gewagt und mutig und kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei der breiten Masse an. Die Regisseurin nimmt sich extrem viel Zeit für Szenen, in denen auf den ersten Blick nichts passiert. Doch ihr Film funktioniert auf sehr viel mehr Ebenen – es ist nicht nur ein Portrait des heutigen LA (und des berühmten Schaupieler-Hotels Château Marmont), sondern eine anrührende Vater-Tochter-Geschichte. Die bezaubernde Elle Fanning ist herausragend als kurz vor der Pubertät stehende Tochter, die den Weg in die Eigenständigkeit finden muss – und Stephen Dorff, den man länger nicht in einer größeren Rolle sah, ist charmant als depressiver Star, der lernen muss, Vater zu werden. Gelegentlich erinnert die Isolation der Personen, die Befremdlichkeit eines unbekannten Landes (hier Italien), die Anonymität der Hotels an Lost in Translation, wobei Somewhere an dieses kleine Meisterwerk nicht heranreicht.

In den insgesamt halbstündigen, sehenswerten Interviews äußern sich die Regisseurin und ihre beiden Hauptdarsteller zum Film und ihren Rollen. Die restliche Bonussektion besteht aus Standardzutaten wie Making of und Behind the Scenes-Material.

 

Ninas Filmwertung

Sofia Coppolas Blick hinter die Fassade des vermeintlich aufregenden Lebens in Hollywood.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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